Bilder sagen mehr als 1000 Worte! Das stimmt gerade im Online Marketing, wo es darum geht, in kürzester Zeit möglichst viele Emotionen zu erzeugen.

Allerdings gibt es ein paar Punkte die beachtet werden müssen, damit man keine unangenehmen Folgen zu erwarten hat!

 

Urheberrecht

Das Ergebnis einer kreativen, geistigen Leistung (Bild, Text, Grafik, Lied usw) wird durch das Urheberrecht geschützt. Das Urheberrecht entsteht von alleine und muss nicht irgendwo eingetragen oder registriert werden. Auf diesen Text, den Sie hier lesen, habe ich beispielsweise das Urheberrecht und Sie dürfen ihn nur lesen, aber beispielsweise nicht kopieren und als den ihren weiterverwenden.

Dasselbe gilt für Fotos. Sie haben nur auf die von Ihnen selbst gemachten Fotos ein Urheberrecht. Fotos von anderen, dürfen sie daher nur mit Einverständnis des Urhebers benutzen (Auf Nachweisbarkeit achten – z.B Per Mail bestätigen lassen).

Das Urheberrecht des Urhebers erlischt übrigens erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers!

 

Lizenzen

Wenn Sie aber dennoch Bilder brauchen, die sie nicht selbst gemacht haben, bieten sich Fotodatenbanken wie Fotolia udgl an. Sie sind vergleichsweise günstig und bieten Sicherheit, keine Urheberrechtsverletzungen zu begehen, weil sie für die Nutzung eine Lizenz erwerben. Hier muss man jedoch auf die Lizenzvereinbarung achten. Bilder für Postings auf Facebook und Co sind meist recht günstig zu haben, erlauben aber nicht die Produktion von T-Shirts mit diesem Bild. Da müsste man die entsprechende Lizenz erwerben.

 

Das Motiv | Darf man jeden fotografieren?

Das „Recht am eigenen Bild“ ist ein Persönlichkeitsrecht und muss natürlich beachtet werden. Es gilt die berechtigten Interessen von Personen oder deren Angehörigen zu schützen. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise nicht eine gezielte Person an der Liftkassa fotografieren dürfen, um dann das Foto ohne deren Zustimmung zu Werbezwecken zu veröffentlichen. Dasselbe gilt auch für Gruppenfotos. Daher empfiehlt es sich bei Aufnahmen die Leute zu informieren, was mit dem Foto passieren soll und sich somit eine Einverständiserklärung einzuholen. Dafür gibt es keine Formvorschriften. Mündliche Zustimmung reicht also grundsätzlich. Die Beweisbarkeit ist dabei allerdings meist schwierig.

 

Ausnahmen von der Zustimmungspflicht

Wenn Sie Clint Eastwood, Angela Merkel oder Werner Faymann an der Liftkassa haben und fotografieren, brauchen sie von diesen Personen keine Einwilligung zur Veröffentlichung, weil diese Personen selbst Personen des öffentlichen Lebens sind und daher ein anderer Massstab an ihren berechtigten Interessen angelegt wird, als bei Privatpersonen.

Unwesentliches Beiwerk: Ist eine Person oder Gruppe nicht Hauptelement eines Bildes, sondern zufällig darauf, beispielsweise fotografieren sie das neue Pistengerät für ein Posting und um Hintergrund steht eine Person, so brauchen sie von dieser Person ebenfalls keine Zustimmung einholen. Hier muss man den Gesamtkontext betrachten. Lässt sich die Person aus dem Bild wegdenken und die Kernaussage würde erhalten bleiben, so kann man davon ausgehen, dass man keine Zustimmung benötigt.

 

FAZIT:

Am besten nur selbst produzierte oder über eine Lizenz erworbene Bilder einer großen Fotodatenbank verwenden, um sicher zu gehen, keine Urheberrechtsverletzung zu begehen.